Zuhause in Thüringen

Wir Freie Demokraten wollen Netzwerke und Plattformen für internationalen Austausch und Diplomatie stärken. Hierzu zählen wir u. a. die Europa-Union, das Europäische Informationszentrum und das Weimarer Dreieck. Internationale Partnerschaften auf Kommunal- und Landesebene, in Bildung und Wissenschaft, in Kultur und Tourismus sowie im Jugendaustausch möchten wir weiterentwickeln und ausbauen.

Wir Freie Demokraten setzen uns für den Ausbau zwei- und mehrsprachiger Angebote bei Kindergärten und Schulen ein. Durch die zunehmende Internationalisierung und Globalisierung gewinnen diese Angebote weiter an Bedeutung. Darüber hinaus möchten wir auch die Thüringer Verwaltung zwei- und mehrsprachig aufstellen und Englisch als parallele Verwaltungssprache ermöglichen. So machen wir Thüringen attraktiv im Wettbewerb um internationale Talente und Fachkräfte. In Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) möchten wir die weltweiten Goethe-Institute als Anwerbeinstitute für in Thüringen und Deutschland dringend gebrauchte Fachkräfte ausbauen und unterstützen.

Die Interessenvertretung Thüringens in Brüssel hat für uns Freie Demokraten eine hohe Priorität. Nur wenn der Freistaat Thüringen eine schlagkräftige Präsenz in Europa vorhält, können die Thüringer Spezifika in den demokratischen Entscheidungsprozessen der Europäischen Union berücksichtigt werden. Im Vergleich zu anderen Bundesländern wirkt Thüringen mit seinem Büro in Brüssel stark unterrepräsentiert. Selbstverständlich kann Thüringen als kleiner Freistaat schon aus finanziellen Gründen keine Vertretung vorhalten, die mit Bayern oder Baden-Württemberg vergleichbar wäre. Wir Freie Demokraten wollen deshalb in Brüssel ein Mitteldeutsches Mehrregionenhaus als gemeinsame Repräsentanz von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ins Leben rufen. Dadurch können wir Skalenerträge nutzen, eine schlagkräftige Vertretung der Thüringer Interessen in Europa sicherstellen und uns eng mit unseren Nachbarbundesländern abstimmen.

Europäische Förderprograme möchten wir aktiv in die operative und ressortübergreifende Regierungspolitik Thüringens einbinden. Thüringen profitiert in vielerlei Hinsicht von der Europäischen Union, beispielsweise mit seiner mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur, der der gemeinsame Binnenmarkt massiv nützt. Daher geht es Thüringen auch nur dann gut, wenn es unseren europäischen Nachbarn gut geht.

Wir Freien Demokraten möchten Europa in Thüringen erlebbar machen. Der

Geschichtsunterricht in den Schulen darf deshalb nicht 1945 oder 1990 enden.

Wir Freien Demokraten verteidigen die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Warteschlangen an den Binnengrenzen bei einer Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen würden Menschen und Unternehmen viel Zeit und Geld kosten. Deshalb setzen wir uns auch für einen wirkungsvollen Schutz der europäischen Außengrenzen und eine Ausweitung der Schleierfahndung ein.

Das Standortmarketing des Freistaats Thüringen wollen wir Freie Demokraten unter dem Motto „Thuringia Worldwide“ bündeln. Dazu hinterfragen wir auch die Effektivität der Kampagne: „Das ist Thüringen“. Der Internetauftritt des Freistaats Thüringen muss barrierefrei, responsive und mehrsprachig abrufbar werden, um auch ein internationales Publikum zu informieren. Verbinden wollen wir damit auch eine offensive Außenwirtschaftsstrategie unter dem Motto: „Invest in Thuringia“. Dazu möchten wir ggf. mit persönlichen, lokalen Ansprechpartnern oder weltweiten Auslandsrepräsentanzen arbeiten und auch den direkten Kontakt über das Wirtschaftsministerium und die Thüringer Staatskanzlei nutzen.

Der Freistaat Thüringen ist durch des „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“ immer mehr auch Knotenpunkt für den europäischen Verkehr geworden. Der ICE-Knoten in Erfurt bietet daher große bundesweite und internationale Entwicklungschancen für den gesamten Freistaat. Thüringen ist das „grüne Herz“ Deutschlands und Europas. Mit einem BotschafterProgramm möchten wir Personen, Marken, Kulturtreibende und Genussmittel bündeln, um das Image Thüringens international zu prägen. Hierbei sind wir auch für mitteldeutsche Kooperationen offen. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Zentrale des weltweit tätigen Goethe-Instituts nach Weimar zu verlegen. Das Bild Thüringens in der Welt wollen wir auch durch gezielte Landesstipendien für hochbegabte Studierende aus dem Ausland und für Wissenschaftler aus der Europäischen Union fördern.

Um dafür zu sorgen, dass all jene Studierende, die nach dem Erwerb eines Hochschulabschlusses weiterhin in Deutschland leben und arbeiten können, wollen die Freien Demokraten den Erwerb von Deutschkenntnissen für ausländische Studierende verbessern. Dafür wollen wir bereits vorhandene Programme des Freistaates finanziell wie auch personell fördern.

Wir Freie Demokraten respektieren und erkennen den Dienst der Bundeswehr und der Reservisten als „Bürger in Uniform“ für unsere Gesellschaft an. Deshalb sind wir klar gegen Präsenzverbote für die Bundeswehr an Schulen oder Hochschulen. Ebenso in Berlin möchten wir uns aktiv für die Thüringer Bundeswehrstandorte einsetzen. Denn die Bundeswehr ist in der Mitte unserer Gesellschaft verankert. Auch als lokaler Wirtschaftsfaktor sind die Bundeswehrstandorte von hoher Bedeutung für die jeweiligen Kommunen. Deshalb regen wir Freie Demokraten auch den Ausbau und die Pflege von Städtepartnerschaften mit Bundeswehrstandorten an. Jegliche Diskriminierungen und Schmähungen unserer „Bürger in Uniform“, vor allem durch linksextreme Gruppierungen, sollten strafrechtlich in geeigneter Weise verfolgt werden.

Wir Freie Demokraten bekennen uns zum Freistaat Thüringen als Standort für die Bundeswehr. Deshalb möchten wir auch die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr bei Tagen der offenen Kasernen, öffentlichen Gelöbnisse, bei Ausstellungen und Messen unterstützen. Wir Freie Demokraten danken allen Soldatinnen und Soldaten, die von Auslandseinsätzen zurückkehren, und wissen ihren Einsatz und das persönliche Risiko zu schätzen. Soldaten, die bei solchen Einsätzen geschädigt wurden – etwa körperlich oder durch eine posttraumatische Belastungsstörung – wollen wir Freie Demokraten aktiv unterstützen. Darüber hinaus werben wir auch für rüstungsrelevante Forschungen an den Thüringer Hochschulen.

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